Recht auf Familie und ein Zuhause
Jedes Kind hat das Recht auf eine Familie und ein Zuhause.
Jedes Kind hat das Recht, bei seinen Eltern zu leben und von ihnen erzogen zu werden. Aber wenn das für das Kind nicht sicher oder gut ist, darf es woanders leben.
Die Eltern sind dafür verantwortlich, dass es ihrem Kind gut geht. Die Länder sollen ihnen dabei helfen – zum Beispiel mit Kinderbetreuung oder finanzieller Unterstützung.
Wenn ein Kind nicht bei seinen Eltern leben kann, muss es einen guten Ersatz geben. Das können Pflegefamilien, Adoptiveltern oder betreute Wohneinrichtungen sein. Für jedes Kind muss individuell und unter Einbeziehung seiner Meinung bestimmt werden, was eine gute Alternative ist.
In der Republik Moldau wachsen viele Kinder ohne ihre Eltern auf und leben bei Großeltern oder anderen Verwandten. Ihre Eltern arbeiten in anderen europäischen Ländern, weil sie dort mehr Geld verdienen können. Dieses Geld schicken sie regelmäßig nach Hause, um ihre Kinder zu unterstützen – auch wenn sie selbst weit weg sind.
In den Heimatdörfern der Kinder unterstützt unsere Partnerorganisation ORA International Moldova Kindertageszentren, in die die Kinder nach der Schule gehen können. Dort bekommen sie ein warmes Mittagessen, Hilfe bei ihren Hausaufgaben und können bei kreativen oder sportlichen Aktivitäten mitmachen – zum Beispiel malen, basteln oder Fußball spielen.
Die Tageszentren tun den Kindern auch seelisch gut. Sie fühlen sich dort sicher, bekommen Aufmerksamkeit und merken, dass jemand für sie da ist. Auch die Familien werden dadurch entlastet: Die Großeltern oder Verwandten müssen sich nach der Schule nicht allein um alles kümmern – und sie sind froh, dass die Kinder im Zentrum Essen bekommen und kostenfrei an allen Aktivitäten mitmachen können, weil trotz des Geldes aus dem Ausland viele Kinder in Armut aufwachsen.