Ruanda: 30 Jahre nach dem Völkermord

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Ruanda: 30 Jahre nach dem Völkermord – Hilfe für die Opfer von gestern und heute

Im Jahr 1994 fand ein schrecklicher Völkermord statt. Der Genozid gegen Tutsi und gemäßigte Hutu kostete in 100 Tagen über einer Million Menschen das Leben. Hauptleidtragende waren Frauen und Mädchen. ora Kinderhilfe unterstützt die Opfer und ihre Kinder bis heute und ermöglicht ihnen ein Leben in Würde.

Beatrice lebte mit ihren fünf Söhnen im Umland der Hauptstadt Kigali. Sie versorgte die Kühe und bewirtschaftete ein kleines Stück Land. Beatrice war 32 Jahre alt, als am 7. April 1994 der Genozid begann. Bewaffnete Hutu stürmten Beatrice Hütte, ermordeten vor ihren Augen brutal ihren Ehemann und ihre Kinder und vergewaltigten sie mehrfach.

Beatrice ist kein Einzelschicksal

Beatrice ist eine von über 250.000 Frauen, die beim Genozid vergewaltigt wurde und infolgedessen ein Kind bekam. „Mir wurde das Menschsein genommen“, erinnert sich Beatrice. „Alles fühlte sich dumpf und taub an.“ Statt Trost und Sicherheit wurde sie von der Gesellschaft ausgegrenzt und ihr Kind als Tochter des Feindes beschimpft.

Beatrices Weg zu Vergebung und Heilung

Doch inmitten der Dunkelheit gab es Alina, das Baby. Lange Zeit hatte Beatrice Schwierigkeiten, das Kind anzunehmen und zu lieben. Doch dann geschah in Beatrice‘ Augen ein Wunder: Sie traf Menschen, die ihr zuhörten, mit ihr weinten und für sie beteten. Diese Menschen waren Teil von Solace Ministries, unsere lokalen Partnerorganisation in Ruanda. Durch viele Therapien und lang andauernde umfassende Lebensberatung hat es Beatrice geschafft, sich ein neues Leben aufzubauen und den Tätern zu vergeben.

Seit 2006 setzen wir uns mit Solace Ministries für die Opfer und Überlebenden des Genozids ein. Auch Beatrice und ihrer Tochter Alina haben wir geholfen: Alina war ein ora-Patenkind. Sie besuchte die Schule, studierte in Kigali und ist heute eine erfolgreiche junge Frau. Beatrice kann heute lächeln und sagen: „Ich hasse die Täter nicht mehr. Durch sie habe ich eine Tochter, die ich über alles liebe. Sie ist mein ganzer Stolz.“

Hilfe tut Not

So wie ihr geht es leider nicht allen Frauen: Noch immer leiden unzählige Opfer unter den Spätfolgen des Völkermordes. Sie benötigen Medikamente, die sie sich selbst nicht leisten können. Sie brauchen Unterstützung auf ihren Feldern, da sie durch die Verstümmelungen nicht in der Lage sind, schwere Handarbeit zu verrichten. Ihnen allen helfen wir. Durch Selbsthilfegruppen, psychologische und seelsorgerische Unterstützung geben wir ihren Seelen Trost. Durch materielle Hilfe und Einkommen schaffende Maßnahmen sorgen wir dafür, dass sie ein regelmäßiges Auskommen haben.

Auch viele Kinder sind bis heute Opfer. Durch das Schicksal ihrer Mütter tragen sie die Folgen des Völkermords, leiden unter Armut und haben keinen Zugang zu Bildung.

Lass uns Schicksale wie das von Beatrice und Alina zum Guten wenden. Spende für die Frauen und ihre Töchter in Ruanda und schenke ihnen damit eine Perspektive. Erfahre hier mehr über unsere Ausbildungs-Patenschaften.

Bis zum 20. Mai präsentiert die Kunsthalle Rostock die beeindruckenden Bilder aus dem Fotobuch „Rwandan Daughters“ (ruandische Töchter) des renommierten deutschen Fotografen Olaf Heine. Mehr dazu findest du hier.

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